SOURCE: Infonic

January 21, 2010 12:09 ET

Infonic AG nennt die größten Herausforderungen des Jahres 2010 für Dach-Hedgefonds

Firma hebt Hauptbereiche hervor, in denen betriebliche Verbesserungen einer Steigerung des Vermögens zuträglich sind

ZÜRICH, SCHWEIZ und NEW YORK, NY und LONDON--(Marketwire - January 21, 2010) - Die Infonic AG, ein führender Anbieter von Back- und Middleoffice-Softwarelösungen für die Dach-Hedgefonds-Branche (FoHF), meldete heute die größten Herausforderungen des Jahres 2010 für FoHFs. Das Unternehmen führte als die wichtigsten Herausforderungen des Jahres für FoHFs eine Wiederherstellung der Glaubwürdigkeit, einen Umgang mit härteren Regulierungen, eine Kontrolle höherer Betriebskosten angesichts sinkender Gebühren, eine verbesserte Prospektprüfung und verstärktes Risikomanagement sowie eine Bekämpfung des Wettbewerbs durch ETFs (Exchange-Traded Funds) und Indizes auf.

„Nach den Marktturbulenzen der letzten beiden Jahre - und der hiermit einhergehenden massiven Zerstörung von Vermögenswerten - stehen Dach-Hedgefonds vor der größten Herausforderung aller Zeiten, das Vertrauen in ihr Investmentmodell wiederherzustellen. Sowohl Anleger als auch Regulierungsbehörden fordern eine erhöhte Transparenz und Liquidität, eine bessere Prospektprüfung und optimiertes Risikomanagement. Gleichzeitig ist der Wettbewerb um die Gelder von Anlegern stärker als jemals zuvor. ETFs und Indizes bieten zunehmend eine echte Alternative zum Anlagemodell von Dach-Hedgefonds“, erklärte Tom Furrer, CEO der Infonic AG. „Um angesichts des verstärkten Wettbewerbs bestehen zu können und all diese Herausforderungen effizient und kostenwirksam überwinden zu können, werden FoHFs zunehmend gezwungen, ihre Systeme und Prozesse zu institutionalisieren.“

Die von Infonic identifizierten größten Herausforderungen des Jahres 2010 für Dach-Hedgefonds sind:

1. Wiederherstellung der Glaubwürdigkeit der Dach-Hedgefondsbranche - FoHFs leiden unter einer Vertrauenskrise, größtenteils aufgrund der Tatsache, dass sie Diversifizierung und absolute Renditen versprochen, stattdessen jedoch 2008 korrelierte Verluste und 2009 nicht ausreichende Renditen geliefert haben. Kunden stellen das FoHF-Modell zunehmend in Frage und erwägen stattdessen einen eigenständigen Ansatz. Das Vertrauen wurde verspielt und muss sorgsam wieder aufgebaut werden.

2. Bereitstellung einer erhöhten Transparenz und Liquidität für Kunden - In der Vergangenheit haben FoHFs Liquidität geboten, die von ihren zugrunde liegenden Hedgefonds-Managern nicht zur Verfügung gestellt wurde. Sie gingen fälschlicherweise davon aus, dass Rücknahmen immer beschränkt sein würden und dass sich Differenzen durch Kreditlinien ausgleichen ließen. Stattdessen wurden zahlreiche Kreditlinien zurückgezogen, Liquidität wurde von zahlreichen Managern reduziert oder gar nicht mehr geboten, und Kunden forderten in Scharen Rückkäufe. Um auf Liquiditätsprobleme einzugehen, müssen FoHFs ihre Systeme ändern, um einen vollständigen Überblick über ihre Liquiditätspositionen zu erhalten. Außerdem müssen sie die von Kunden geforderte Transparenz und ein einhergehendes Berichtswesen bereitstellen.

3. Umgang mit strikteren Regulierungen - Regulierungsbehörden in aller Welt, die Risiken im Markt zu schnell wie möglich reduzieren möchten, erheben für immer mehr Finanzinstitute Kapitalabgaben. Hinzu kommt eine potenzielle Flut neuer Regulierungen, die hiermit einhergehen werden. Es steht zweifellos fest, dass striktere Regulierungen und Kontrollen von G20, EU, FSA, SEC, CFTC, OECD und anderen Institutionen zu erwarten sind. Dach-Hedgefonds müssen vorbereitet sein, sowohl operativ als auch aus Kostensicht hierauf einzugehen. Kosten der Einhaltung neuer Anforderungen werden die Ertragslage aller FoHFs beeinflussen. Firmen müssen daher aktiv werden, um die Art und Weise, wie sie mit neuen Regulierungen umgehen, zu automatisieren und zu rationalisieren.

4. Gebührendruck - Angesichts der Vertrauenskrise im Dach-Hedgefondsmarkt sehen sich diese Firmen einem starken Druck auf ihre Gebühren ausgesetzt. Für eine schwache Performance zahlen Kunden nicht, und es sind nur geringe Performance-Gebühren zu erwarten. Managementgebühren sehen sich ebenfalls einem zunehmenden Druck ausgesetzt. Der herkömmliche Gebührenansatz „Two-and-20“ ist bereits tot bzw. liegt in seinen letzten Zügen.

5. Umsetzung einer besseren Prospektprüfung und eines optimierten Risikomanagements - Risiko hat sich von einem Schimpfwort hin zu einem theologischen Konzept entwickelt. Angesichts von Madoff, Weavering und anderen Betrugsfällen und Konkursen wird immer deutlicher, dass Marketing-Präsentationen von Dach-Hedgefonds und Realität gelegentlich auseinanderklaffen. Das wird sich ändern müssen. Zuvor wurde meist fälschlicherweise Folgendes verkauft: Alternative Anlagen liefern absolute Renditen - unter allen Marktbedingungen - und sind nicht mit herkömmlichen Anlageformen wie Aktien und Anleihen korreliert. Um auf Prospektprüfungen und Risikomanagement einzugehen, müssen Firmen Prozesse etablieren, die tiefer greifen, Probleme frühzeitiger erkennen, und auch tatsächlich funktionieren, wenn es darauf ankommt.

6. Bekämpfung des Wettbewerbs durch ETFs und Indizes - Warum sollte man sich mit FoHFs befassen, wenn man ihre Performance durch ETFs, Indizes und Plattformen für geführte Konten nachstellen kann? Das ist sowohl günstiger als auch transparenter. Um hierauf einzugehen, müssen Dach-Hedgefonds ihren Kunden einen höheren Wert liefern. Manche konzentrieren sich sogar zunehmend auf das Beratungsgeschäft.

„Glaubwürdigkeit muss über Jahre hinweg aufgebaut werden und kann an einem einzigen Tag verloren gehen. Die Welle von Regulierungen und Kundenforderungen sowie der zunehmende Wettbewerb, dem sich Dach-Hedgefonds ausgesetzt sehen, erfordern ernsthafte Aufmerksamkeit. Es wird noch viel zu viel manuell getan. Um 2010 erfolgreich zu sein, müssen FoHFs ihre Anlageverwaltungsaktivitäten - wie Prospektprüfung, Portfoliomanagement, Compliance, Buchhaltung, Risikomanagement, Bewertungen, Positionsüberwachung und Berichtswesen - rationalisieren und automatisieren, wenn sie Investoren anlocken und halten wollen“, so Ian Morley, Vorstandsmitglied bei Infonic und Direktor bei Wentworth Hall, einem Beratungs- und Private-Equity-Unternehmen.

Informationen zur Infonic AG

Die Infonic AG ist in der Schweiz ansässig, verfügt über Niederlassungen in Zug, Zürich und New York und ist führender Anbieter von Front-, Middle- und Backoffice-Softwarelösungen für die weltweite Dach-Hedgefonds-Branche. Die HedgeSphere-Produktreihe geht auf das Jahr 1999 zurück und wird von den größten und innovativsten Akteuren der Branche eingesetzt. Für weitergehende Informationen zur Infonic AG besuchen Sie bitte www.infonic.net.

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