SOURCE: International Diabetes Federation (IDF)

International Diabetes Federation (IDF)

November 14, 2013 02:00 ET

Anstieg der Diabeteserkrankungen betrifft alle Länder

BRUSSELS, BELGIUM--(Marketwired - Nov 14, 2013) - Im Jahr 2035 wird weltweit einer von zehn Menschen an Diabetes leiden, so die International Diabetes Federation (IDF). Der neueste, heute am Weltdiabetestag veröffentlichte IDF Diabetes-Atlas schätzt, dass die Anzahl der Menschen mit Diabetes von derzeit 382 Millionen bis 2035 auf 592 Millionen steigen wird. Viele von ihnen werden in Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommensstrukturen leben und jünger als 60 Jahre sein. Dieser Anstieg wird im kommenden Dezember das Hauptthema auf dem Weltdiabeteskongress (#WDC2013) in Melbourne (Australien) sein.

In einigen Inselnationen im Pazifik steigt die Anzahl der Diabetesfälle alarmierend. Auf der Pazifikinsel Tokelau leidet einer von drei Erwachsenen an dieser Krankheit. Hier besteht ein Mikrokosmos, in dem beobachtet werden kann, wie Diabetes sich in den kommenden Jahrzehnten in Ländern mit größerer Bevölkerung ausbreiten könnte. Die afrikanischen Länder südlich der Sahara werden eine Verdoppelung der Diabetesfälle bis 2035 beobachten. Dies ist der stärkste Anstieg aller Regionen weltweit.

Frühere Schätzungen im IDF Diabetes Atlas von 2012 beziffern die Zahl der Diabetespatienten auf 371 Millionen und die Zahl der Todesfälle für 2012 auf 4,8 Millionen. Die neuen Zahlen zeigen, dass der Aufwärtstrend sich fortsetzen wird. Ende 2013 werden 5,1 Millionen Menschen an diabetesbedingten Komplikationen gestorben sein. Bei 175 Millionen nicht diagnostizierten Fällen sind sich viele Menschen nicht bewusst, dass ihnen Komplikationen bevorstehen.

China mit 98 Millionen, Indien mit 65 Millionen und die USA mit 24 Millionen sind die Länder mit der größten Anzahl an Diabeteskranken. Regional hat der westliche Pazifik mit Ländern wie Australien, China und Japan 138 Millionen Diabeteskranke, die höchste Zahl an Menschen mit dieser Krankheit auf der Welt.

"Diabetes ist eine schleichende Krankheit. Es besteht noch das falsche Bild, dass Diabetes eine 'Krankheit der Reichen' ist. Das schadet der Finanzierung, die für die Bekämpfung dieser Pandemie unbedingt notwendig ist", sagte Sir Michael Hirst, Präsident des IDF in seinem Vortrag auf dem International Diabetes Leadership Forum in der türkischen Metropole Istanbul. "Am Welt-Diabetes-Tag müssen wir das Bewusstsein für die Bedeutung einer gesunden Ernährung und körperlicher Betätigung stärken. Besonders wichtig ist, dass Bedingungen geschaffen werden, die das Fundament für eine gesunde Lebensweise legen."

Zu den weiteren Erkenntnissen in der 6. Ausgabe des Diabetes-Atlas gehören:


--  548 Mrd. USD wurden 2013 für Diabetes aufgewendet. 
--  Nordamerikas Gesundheitssysteme geben das meiste Geld für Diabetes aus.
--  In Südostasien ist fast die Hälfte der Diabetesfälle nicht
    diagnostiziert  
--  Der westliche Pazifik hat die größte Anzahl an Menschen mit Diabetes
    der Welt. 
--  In Afrika entfallen drei Viertel der Todesfälle wegen Diabetes auf
    Menschen, die unter 60 Jahre alt sind.
--  Im Nahen Osten und Nordafrika leidet ein Mensch von zehn an Diabetes. 
--  In Süd- und Mittelamerika wird die Anzahl der Menschen, die an Diabetes
    leiden, in einer Generation um 60% steigen.

Die Bekanntgabe dieser Zahlen verdeutlicht die Dringlichkeit, das Anliegen der IDF umzusetzen und Diabetes und andere nicht übertragbare Krankheiten (NCD) endlich in die nächste Liste der globalen Entwicklungsziele für die Zeit nach 2015 aufzunehmen. Dies wird eine gesamtgesellschaftliche Strategie zur Vorbeugung, Behandlung, Pflege und Unterstützung für Diabetes und andere NCD gewährleisten.

Es besteht die Hoffnung, dass Kampagnen wie der heute stattfindende Weltdiabetestag die Stimme der Menschen mit Diabetes stärken und dazu beitragen werden, dass alle betroffenen Personen und Akteure ihren Worten auch Taten auf globaler Ebene folgen lassen.

Weiterführende Informationen zu länder- und regionenspezifischen Daten finden Sie auf der Website des IDF Atlas http://www.idf.org/diabetesatlas.

Über den Weltdiabetestag

Der Weltdiabetestag (WDD) findet jedes Jahr am 14. November statt. Veranstalter der Kampagne ist die International Diabetes Federation (IDF) und deren Mitgliedsorganisationen. Weltweit haben sich Millionen von Menschen dieser Initiative angeschlossen mit dem Ziel, den Kampf gegen Diabetes aufzunehmen und das Bewusstsein für die Krankheit zu schärfen. Der Weltdiabetestag wurde 1991 durch die International Diabetes Federation und die Weltgesundheitsorganisation angesichts der wachsenden Sorge um die zunehmende gesundheitliche Gefährdung durch Diabetes ins Leben gerufen. Der Weltdiabetestag wurde 2007 mit Verabschiedung der UN-Resolution 61/225 zu einem offiziellen Tag der Vereinten Nationen erklärt. Die Kampagne lenkt die Aufmerksamkeit auf Themen von herausragender Bedeutung beim Kampf gegen die Krankheit und hält sie damit in der öffentlichen Diskussion. Dies ist das vierte Jahr in einer fünfjährigen Kampagne, in der speziell auf die zunehmende Notwendigkeit von Diabetes-Aufklärungs- und Vorsorgeprogrammen aufmerksam gemacht werden soll.

www.worlddiabetesday.org

Über die International Diabetes Federation (IDF)

Die International Diabetes Federation (IDF) ist eine Dachorganisation mit über 200 nationalen Diabetes-Organisationen in über 160 Ländern. Sie vertritt die Interessen einer wachsenden Anzahl von Menschen mit Diabetes bzw. Diabetesrisiko. Seit ihrer Gründung im Jahr 1959 spielte die Organisation eine führende Rolle in der internationalen Diabetes-Community. Die Zielsetzung der IDF ist, weltweit die Prävention, Behandlung und Heilung von Diabetes zu fördern. www.idf.org

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Weitere Informationen zum Weltdiabeteskongress 2013, #WDC2013: http://www.idf.org/worlddiabetescongress

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