SOURCE: Cisco Systems, Inc.

October 15, 2008 21:18 ET

Cisco, Atmel und das Swedish Institute of Computer Science (SICS) arbeiten an dem gemeinsamen Ziel, zukünftig jedes Gerät internetfähig zu machen

Einer der weltkleinsten IPv6-fähigen Open-Source-Protokollstacks ermöglicht den preiswerten Einsatz sensorgestützter intelligenter Objekte

SAN JOSE, CA und BANGALORE, Indien--(Marketwire - October 15, 2008) - Cisco (NASDAQ: CSCO), Atmel und das Swedish Institute of Computer Science (SICS) gaben heute die Veröffentlichung von uIPv6 bekannt. Dabei handelt es sich um einen der weltkleinsten IPv6-fähigen Open-Source-Protokollstacks, mit dessen Hilfe bald jedes Gerät unabhängig von seinem Energiebedarf oder Arbeitsspeicher eine Internetadresse erhalten könnte.

Das kooperative Projekt stützt sich auf Ciscos Know-How in Bezug auf IP-Netzwerke, Atmels innovative energiesparende Wireless-Geräte und die Erfahrung des SICS bei der Entwicklung von Embedded-Betriebssystemen. „Mit uIPv6 eröffnen sich vielen Branchen, deren Arbeitsschwerpunkt auf der Automatisierung liegt, neue Möglichkeiten – ähnlich wie Voice over IP neue Impulse für die Telefonie in Unternehmen gab“, erklärte Rob Adams, Senior Director der Abteilung für Unternehmensentwicklung bei Cisco.

Intelligente Objekte, die mit einer Vielzahl von Sensoren und Stellgliedern ausgestattet sind, sollen in verschiedenste neuartige Anwendungen eingebunden werden, u. a. in den Bereichen Gebäudeautomatisierung, Energietechnik, industrielle Überwachung oder in sogenannten intelligenten Städten. Diese Anwendungen sollen Daten über Menschen und ihre Umwelt (z. B. Temperatur, Lichtstärke, Bewegung, Gesundheitszustand) an einen zentralen Ort übermitteln, wo diese ausgewertet und mit anderen Daten verknüpft werden und von wo aus ggf. eine Reaktion darauf veranlasst wird.

Die größte Hürde bei der Umsetzung solcher Vorhaben bestand bisher darin, dass die dazu benötigten Systeme entweder ganz oder teilweise urheberrechtlich geschützt waren und die Umrechnung der Daten zur Wahrung der Interoperabilität bisher zu kostspielig war. Seit Langem ist jedoch bekannt, dass sich dieses Problem durch die Nutzung des Internetprotokolls als Datenübertragungstechnologie lösen lässt. Aufgrund der in den unteren Funktionsebenen definierten ressourcensparenden Arbeit von uIPv6 ist die Architektur für die meisten Geräte ideal geeignet, bei denen Ressourcen wie Strom oder Speicherplatz begrenzt zur Verfügung stehen.

Die Open-Source-Architektur uIPv6 gilt für alle Standard-IP-Anwendungen und kann einfach an neue Verwendungszwecke angepasst werden. Die Architektur ist Bestandteil des vom SICS entwickelten Betriebssystems Contiki, das alle Funktionen für den Datenaustausch zwischen intelligenten Objekten enthält. Aufgrund seines geringen Umfangs und Speicherbedarfs kann uIPv6 auch auf Plattformen mit begrenzten Ressourcen genutzt werden. So wurde die Architektur beispielsweise auf der Wireless-Plattform Raven der Firma Atmel getestet, die für ihren außerordentlich geringen Stromverbrauch bekannt ist.

„Für stromsparende effizient arbeitende Wireless-Systeme werden Mikrocontroller benötigt, die so gut wie keinen Strom verbrauchen, gleichzeitig jedoch mit großer Signalstärke senden“, so Magnus Pedersen, Vertriebsleiter der Firma Atmel für MCU Wireless Solutions. „Dass Cisco und SICS die Wireless-Plattform Atmel AVR Raven picoPower für die Implementierung von uIPv6 and 6LoWPAN ausgewählt hat, ist ein Zeichen für die marktführende Stellung von Atmel in Bezug auf stromsparende Embedded-Wireless-Systeme.“

Die Architektur uIPv6 wurde unter einer Open-Source-Lizenz veröffentlicht, die dem Anwender weitgehend freie Hand bei der Implementierung lässt, und kann daher sowohl kommerziell als auch nicht kommerziell genutzt werden.

„Sensoranwendungen der nächsten Generation sind nur mit einer Open-Source-Implementierung von IPv6 zu realisieren, die ressourcensparend ist und sich eng an gängige Standards hält“, erklärt Adam Dunkels, Senior Scientist am SICS und Leiter des Projekts Contiki.

Patrick Wetterwald, Präsident der IP for Smart Objects Alliance (IPSO) betonte: „Mit dem IPv6-Stack können Sensoren genau so einfach miteinander kommunzieren wie Netzwerkcomputer, IP-Telefone oder andere IP-Geräte.“

Für Datenstrukturen von uIPv6 werden nur 0,5 KB SRAM benötigt, zur Pufferung 1,3 KB SRAM und für den Code ein 11 KB großer Flash-Speicher. Die Plattform Raven läuft auf einem Embedded-Mikrocontroller und einem Wireless-Schaltkreis und entspricht dem Standard 802.15.4, der speziell auf intelligente Objekte zugeschnitten ist. Zu uIPv6 gehört eine Implementierung des 6LoWPAN-Standards. Dabei handelt es sich um den Adaptation Layer zwischen 802.15.4 und IPv6.

Suchbegriffe:

Cisco, Atmel, SICS, uIPv6, Sensornetzwerke, Smart Objects, intelligente Objekte, IP for Smart Objects Alliance, IPSO, Contiki, 6lowpan, 802.15.4, IPv6, Open-Source

Weitere Informationen

Contiki/uIPv6-Download: http://www.sics.se/contiki
Fachartikel zu uIPv6: http://www.sics.se/~adam/durvy08making.pdf
RAVEN-Evaluierungsversion von Atmel: http://www.atmel.com/dyn/Products/tools_card.asp?tool_id=4291
Wireless-Standard 802.15.4: http://ieee802.org/15/pub/TG4.html
6lowpan-Standard: http://www.ietf.org/html.charters/6lowpan-charter.html
Logo-Programm “IPv6 ready”: http://www.ipv6ready.org
IPSO-Alliance: http://www.ipso-alliance.org

Informationen zu Atmel

Atmel ist ein weltweit führendes Unternehmen im Bereich Entwurf und Herstellung von Mikrocontrollern, programmierbaren logischen Schaltungen, Mixed-Signal-Bauteilen, nicht flüchtigen Halbleiterspeichern und HF-Komponenten. Dank eines der größten Portfolios an Technologien der Branche, die das Unternehmen als geistiges Eigentum urheberrechtlich geschützt hat, ist Atmel in der Lage, der Elektronikindustrie und dabei hauptsächlich den Verbraucher-, Industrie, Sicherheits-, Kommunikations-, Computer- und Automobilmärkten komplette Systemlösungen anzubieten.

Informationen zu SICS

Das Swedish Institute of Computer Science (SICS) ist eine gemeinnützige Forschungsorganisation mit etwa 100 Angestellten. Die Hauptniederlassung befindet sich in Kista in der Nähe von Stockholm. In Uppsala, Göteborg und Västerås gibt es weitere kleine Niederlassungen. Das SICS stebt an, die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie durch hochmoderne Forschung in strategischen Bereichen der Informatik zu stärken sowie Industrie und Gesellschaftung zur Arbeit mit neuen Forschungsideen und -ergebnissen anzuregen. Das Institut arbeitet sowohl mit großen als auch mit kleinen Unternehmen zusammen und hat einen internationalen Wirkungskreis. Die Forschung des SICS leistet durch Forschungsprojekte, Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnisse und Firmenneugründungen aus Institutionen auf viele verschiedene Arten einen Beitrag für die Industrie und Gesellschaft, z. B. in Bezug auf die Mobilität von Personen.

Informationen zur IPSO Alliance

Die IPSO Alliance ist eine gemeinnützige Organisation. Sie unterstützt alle Unternehmen und Institutionen, die zum Datenaustausch zwischen intelligenten Objekten das Internetprotokoll nutzen möchten, durch koordinierte, an die Allgemeinheit gerichtete Vermarktungsstrategien. Das Ziel der Alliance besteht darin, industrielles Wachstum zu fördern. Dazu baut die Organisation starke Partnerschaften auf, sorgt für Präsenz der Technologie in der öffentlichen Wahrnehmung, fördert die Bildung sowie die Industrie und Forschung in Bezug auf das Internetprotokoll und intelligente Objekte. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.IPSO-Alliance.org.

Informationen zu Cisco

Cisco (NASDAQ: CSCO) ist der weltweit führende Anbieter von Netzwerklösungen, die die Art und Weise, wie Menschen miteinander kommunizieren, vernetzt werden und zusammenarbeiten, grundlegend verwandeln. Informationen über Cisco finden Sie unter www.cisco.com. Aktuelle Neuigkeiten erhalten Sie unter http://newsroom.cisco.com.

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