SOURCE: International Diabetes Federation (IDF)

January 18, 2010 07:24 ET

Diabetes-Notfallversorgung auf dem Weg nach Haiti

Geschätzte 300.000 diabeteskranke Haitianer sind dringend auf Hilfe angewiesen

BRÜSSEL, BELGIEN--(Marketwire - January 18, 2010) - Redaktioneller Hinweis: Dieser Pressemitteilung ist ein Foto beigefügt.

Der Internationale Diabetesverband (International Diabetes Federation – IDF) und die in Australien ansässige Nichtregierungsorganisation Insulin for Life haben eine Hilfsaktion für diabeteskranke Menschen auf der von der Erdbebenkatastrophe gebeutelten Karibikinsel Haiti ins Leben gerufen.

Eine Hilfslieferung mit Insulin, Messgeräten, Teststreifen und anderem Material wurde eiligst an die Haitianische Stiftung für Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Fondation Haïtienne de Diabète et de Maladies Cardio-Vasculaires) geschickt.

In der Stiftung ist die einzige auf Diabetes spezialisierte Klinik Haitis untergebracht, die als noch intakt gilt.

In einer E-Mail teilte der Vizepräsident der Stiftung, Philippe Larco, mit: „Wir haben das Erdbeben überlebt, von dessen Auswirkungen beinahe 3 Millionen Haitianer betroffen sind und das Tausende Todesopfer gefordert hat.“

„Wir sind bereit, die Lieferung für die Diabetesversorgung zu empfangen und, so gut es uns möglich ist, über unser Netzwerk an die Menschen mit Diabetes zu verteilen“, so Herr Larco weiter.

Ein weiteres Paket mit Lieferungen zur Versorgung von Diabetikern wurde an die Projektkoordinatorin der Haitianischen Diabetesstiftung, Dr. Nancy Larco, in Washington (USA) geschickt. Am Sonntag kam Dr. Larco mit der Hilfsladung mit lebensrettendem Insulin auf Haiti an und begann sofort mit der Verteilung an Menschen, die darauf angewiesen sind.

Des Weiteren richtet die Internationale Diabetesstiftung einen Diabetesfonds für Haiti ein, bei dem die mehr als 200 Mitgliedsverbände den Aufbau von Versorgungsdiensten für Diabeteskranke in dem betroffenen Land unterstützen können.

„Unsere Gedanken und Gebete gelten den Betroffenen dieser schrecklichen Tragödie. Da sich die Aufmerksamkeit nun von der Bergung der Menschen hin zur Versorgung der Überlebenden verlagert, wird der IDF die Leitung der Hilfsmaßnahmen der weltweiten Diabetesgemeinschaft übernehmen, um zu gewährleisten, dass die Menschen mit Diabetes die für sie lebensnotwendige Versorgung erhalten“, so IDF-Vorsitzender Jean Claude Mbanya.

„Die Haitianer, die das Erdbeben überlebt haben, sollten nun nicht unnötigerweise an Diabetes sterben“, betonte Prof. Mbanya weiter.

Dem Diabetesatlas des IDF zufolge leiden über 300.000 Menschen auf Haiti an Diabetes.

„Es ist lebenswichtig, dass diabeteskranke Menschen bei Notsituationen dieser Art, wenn die Gesundheitsversorgung behindert ist, rechtzeitig Hilfe bekommen“, erklärte der Vorsitzende von Insulin for Life, Ron Raab.

„Wir stehen in direktem Kontakt mit Diabetesspezialisten auf Haiti, die das lebensrettende Insulin in Empfang nehmen und verteilen. Wir sind daher zuversichtlich, dass die Diabeteskranken das Insulin, auf das sie angewiesen sind, rasch erhalten“, so Raab weiter.

Das zugehörige Foto kann über folgenden Link aufgerufen werden: http://www.marketwire.com/library/20100117-HaitiIFL4Alg.JPG

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    Ron Raab
    Vorsitzender, Insulin for Life Australia
    + 61 39 525 8842 oder Mobil: +61 411389608
    ronraab@bigpond.net.au

    Haitianische Stiftung für Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen
    (Fondation Haïtienne de Diabète et de Maladies Cardio-Vasculaires)
    Philippe Larco, Vizepräsident
    Avenue John Brown No 208, Port-au-Prince, Haiti
    philippel@hotmail.com

    Dr. Nancy Larco
    Washington Mobil: +1 240 271 2882
    nlarco@yahoo.fr