SOURCE: European Vaccine Initiative

European Vaccine Initiative

November 15, 2013 13:15 ET

EVI (European Vaccine Initiative): Neue weltweite Strategie zur Prävention von Todesfällen und Erkrankungen durch Malaria

Aktualisierung der Roadmap für Malaria-Impfstofftechnologien definiert wirksame Malariaimpfstoffe bis 2030 als Zielsetzung

HEIDELBERG, GERMANY und WASHINGTON, USA--(Marketwired - Nov 15, 2013) - Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat heute gemeinsam mit EVI (European Vaccine Initiative) als Mitglieder der Malaria Vaccine Funders Group die aktualisierte Fassung der "Malaria Vaccine Technology Roadmap"(1) veröffentlicht. Als Antwort auf die jüngsten Veränderungen in der Malaria-Epidemiologie und -kontrolle sowie bedeutender Entwicklungen in der Malariaforschung seit der Veröffentlichung der ursprünglichen Roadmap im Jahr 2006 wurden die strategischen Ziele und vorrangigen Aktionsbereiche von Organisationen, die an der Umsetzung dieser gemeinsamen Vision beteiligt sind, erweitert und aktualisiert.

Trotz der bedeutenden Fortschritte, die im vergangenen Jahrzehnt in der Reduzierung der Gesamtsterberate gemacht wurden, stirbt in Afrika jede Minute ein Kind an Malaria. Weltweit ist Malaria weiterhin die verheerendste Krankheit bei Kindern. In den letzten zehn Jahren wurden wichtige Innovationen in den Bereichen Diagnosetests, Maßnahmen zur Vektorkontrolle und Therapien erreicht. Malariaimpfstoffe sind der Grundpfeiler einer integralen Gesundheitsstrategie zur Malariabekämpfung.

Zu den wichtigsten Aktionsbereichen, die nun in der Roadmap aktualisiert wurden, gehören die Standardisierung von Tests und der Gestaltung und Auswertung klinischer Studien, die Gewährleistung, dass die Ergebnisse aller finanziell geförderten Studien zur Entwicklung von Malariaimpfstoffen binnen 12 Monaten nach dem letzten Probandenbesuch veröffentlicht werden, und die Verpflichtung, einen systematischen Ansatz für die Prioritätensetzung bei Impfstoffkandidaten festzulegen, einschließlich bei durch Plasmodium vivax und Plasmodium falciparum verursachter Malaria. Die Roadmap betont den Grad an Zusammenarbeit, der von den internationalen Akteuren in der Entwicklung von Malariaimpfstoffen erreicht wurde, um mit einer gemeinsamen Anstrengung diese verheerende Krankheit zu bekämpfen und auszurotten. EVI setzt sich umfassend für die Roadmap für Malaria-Impfstofftechnologien ein und wird auch weiterhin die Strategie der Roadmap umsetzen, um einen Beitrag zur Entwicklung von Malaria-Impfstoffkandidaten zu leisten.

(1) Im Internet am 14. November 2013 veröffentlicht, www.thelancet.com

Über EVI:

EVI (European Malaria Vaccine Initiative, bis 2009 EMVI) ist eine der führenden europäischen gemeinnützigen Partnerschaften für Produktentwicklung mit dem Ziel, effektive, zugängliche und finanziell tragbare Impfstoffe gegen Malaria und andere armutsbedingte Krankheiten zu entwickeln. Seit ihrer Gründung im Jahr 1998 hat EVI zur Entwicklung von 32 Malariaimpfstoffkandidaten beigetragen, von denen 15 Kandidaten bereits bis zur Phase I in klinischen Studien weiterentwickelt werden konnten. Drei dieser Kandidaten befinden sich augenblicklich in der weiteren klinischen Entwicklung in afrikanischen Ländern südlich der Sahara. EVI unternimmt weltweite Anstrengungen zur Entwicklung von Impfstoffen gegen armutsbedingte Krankheiten und fungiert zugleich als Koordinationsinstanz verschiedener Initiativen und Arbeitsgemeinschaften, um eine Abstimmung zwischen allen, weltweit in der Impfstoffforschung tätigen Akteure zu erreichen. EVI ist an der Universität Heidelberg niedergelassen.

Über die Malaria Vaccine Funders Group:

Dieser informellen Gruppe von Förderern der Entwicklung von Malaria-Impfstoffen gehören u.a. an: die Bill & Melinda Gates Foundation (BMGF), das European & Developing Countries Clinical Trial Partnership (EDCTP), die European Vaccine Initiative (EVI), die Europäische Union, die PATH Malaria Vaccine Initiative (MVI), die US Agency for International Development (USAID), das US National Institute of Allergy and Infectious Disease (NIAID), der Wellcome Trust und die Weltgesundheitsorganisation (WHO).

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