SOURCE: Ontario Federation of Labour

Ontario Federation of Labour

January 27, 2011 16:21 ET

Geplante Massenkundgebung gegen kanadischen Premierminister und ausländische Konzerne: Vorrang kanadischer Interessen als zentrale Forderung

TORONTO--(Marketwire - January 27, 2011) - U.S. Steel und die konservative Regierung Kanadas werden die Zielscheibe der größten Massenkundgebung sein, die seit der Wahl der Minderheitsregierung von Premierminister Stephen Harper im Jahr 2006 veranstaltet wurde. Die Demonstration am Samstag wird eine klare Botschaft an Harper senden, während sich das Land auf die kommenden Bundeswahlen vorbereitet und der Premierminister auf Stimmenfang in der bevölkerungsreichsten Provinz und dem wichtigsten Produktionsstandort Kanadas unterwegs ist.

Die Massendemonstration, für die mehr als 10.000 Teilnehmer erwartet werden, wird am 29. Januar um 13 Uhr vor dem Rathaus in Hamilton (Ontario) stattfinden. Die Stadt gilt als Zentrum der kanadischen Stahlindustrie, vergleichbar mit Pittsburgh in den USA.

Die kanadische Bevölkerung ist empört über das Ausmaß, in dem U.S. Steel seine Verpflichtungen als Arbeitgeber vernachlässigt und die Zielvorgaben für die Stahlproduktion missachtet, die Bestandteil der ursprünglichen Vereinbarung mit der kanadischen Regierung waren und die Voraussetzung für den Kauf des Unternehmens bildeten. Nach der Entlassung von 2200 Mitarbeitern hat U.S. Steel nun am 7. November die Mitarbeiter des Unternehmens ausgesperrt - die erste Aussperrung in der 65-jährigen Geschichte der Gewerkschaft. Der Konzern verlangt nun, die dynamische Anpassung der Renten der ehemaligen Betriebsangehörigen abzuschaffen und neuen Mitarbeitern den Zugang zu einer gesicherten Altersversorgung zu verwehren.

"Kanada hat seine Türen weit geöffnet für U.S. Steel, Vale Inco und eine Reihe anderer ausländischer Großkonzerne, die die immensen natürlichen Ressourcen Kanadas plündern, zugleich aber den kanadischen Arbeitern keinen Arbeitsplatzschutz, Lebensqualität und sichere Altersversorgung zugestehen wollen", betont Sid Ryan, der Vorsitzende der Ontario Federation of Labour, die eine Million Arbeiter in Ontario vertritt und Kanadas größter Gewerkschaftsverband ist. "Premierminister Harpers Vision von der Zukunft Kanadas beschränkt sich auf ein Billiglohnland, in dem Rentner gezwungen werden, ihre Einkommenssicherung auf dem Aktienmarkt aufs Spiel zu setzen."

Während die Auslandsinvestitionen den höchsten Stand seit dem Zweiten Weltkrieg erreicht haben, unterläuft Harper weiterhin das kanadische Investitionsgesetz (Investment Canada Act), das eine Klausel enthält, wonach ausländische Firmenübernahmen einen "Nettoprofit" für Kanada garantieren müssen. In den 12 Monaten vor Oktober 2010 überprüfte die Bundesregierung gerade einmal 5% der mehr als 400 Firmenübernahmen, womit die kanadischen Interessen ausländischen Investoren ausgeliefert wurden. Unzufriedenheit besteht auch aufgrund der mangelnden Transparenz und öffentlichen Kontrolle der Überprüfungsverfahren.

"Dieser Kampf, der auf dem Rücken der Arbeiter in Hamilton ausgetragen wird, findet in allen Gemeinden des Landes statt. Hamilton steht für jede Stadt und jedes Dorf in Kanada, und wir werden nicht zulassen, dass die konservative Regierung einfach wieder zur Tagesordnung übergeht. Unsere Botschaft an Premierminister Harper ist einfach: Räumen Sie kanadischen Arbeitsplätzen und sicheren Renten Priorität ein - oder die kanadischen Wähler werden Sie abwählen."

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