SOURCE: Institute for Economics & Peace

May 25, 2011 03:19 ET

Global Peace Index 2011

Die Friedfertigkeit der Welt sinkt weiter - Unruhen in der arabischen Welt führen zu den bisher größten Veränderungen

- Libyen verliert 83 Plätze im Ranking, der bisher grö�te Absturz eines Landes seit Bestehen des GPI

- Island überwindet wirtschaftliche Wirren und belegt wieder Spitzenplatz

- Somalia löst Irak als das weltweit am wenigsten friedfertige Land ab

- Gewalt kostet die Weltwirtschaft 2010 über 8,12 Billionen Dollar

- Nur minimale Änderungen bei der Friedfertigkeit der USA

LONDON, ENGLAND--(Marketwire - May 25, 2011) - Hinweis der Redaktion: Dieser Pressemitteilung ist ein Video beigefügt.

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Die Bedrohung durch Terroranschläge und die Wahrscheinlichkeit gewalttätiger Demonstrationen sind die zwei wichtigsten Faktoren(1), die zu einer weniger friedlichen Welt im Jahr 2011 führen. Dies geht aus dem jüngsten Global Peace Index (GPI) hervor, der heute veröffentlicht wurde. Damit weist der vom Institute for Economics and Peace (IEP) erstellte Weltfriedensindex GPI im dritten Jahr in Folge einen Rückgang in der weltweiten Friedfertigkeit aus. Die Kosten dieser Entwicklung für die Weltwirtschaft sind enorm: Weltweit verlor die Wirtschaft im vergangenen Jahr 8,12 Billionen Dollar infolge des Mangels an Frieden.

Wäre die Welt im vergangenen Jahr um 25% friedlicher gewesen, so hätte die Weltwirtschaft einen zusätzlichen wirtschaftlichen Gewinn von 2 Billionen Dollar erwirtschaften können. Mit diesem Betrag könnte man die jährlich auf 2% des weltweiten BIP bezifferten Investitionen bestreiten, die laut Schätzungen des Stern Review(3) erforderlich wären, um die schlimmsten Folgen des Klimawandels zu vermeiden, um die Kosten der Umsetzung der Millennium-Entwicklungsziele(4) zu bestreiten, die Staatsschuld von Griechenland, Portugal und Irland(5) zu tilgen und die einmaligen Wiederaufbaukosten nach der teuersten Naturkatastrophe der Menschheitsgeschichte - des Erbebens und Tsunamis(6) in Japan im Jahr 2011 - zu decken.

Der GPI ist die weltweit bedeutendste Bemessungsgrundlage für den Frieden in globalem Maßstab. Der Index misst laufende innere wie internationale Konflikte, die Sicherheit von Gesellschaften und die Militarisierung in insgesamt 153 Staaten unter Berücksichtigung von 23 verschiedene Bewertungskriterien.

Der GPI 2011 spiegelt auch die drastischen Folgen des "arabischen Frühlings" für die Platzierungen einzelner Staaten wider. Libyen (143) verzeichnete den größten Abstieg und verlor 83 Positionen. Bahrain (123) ist der zweitgrößte Verlierer und verlor 51 Plätze, während Ägypten (73) um 24 Plätze abrutschte. Die Unruhen infolge wirtschaftlicher Instabilität führten ebenfalls zu einem Rückgang in der Friedfertigkeit einiger Staaten, darunter Griechenland (65), Italien (45), Spanien (28), Portugal (17) und Irland (11).

"Die negative Entwicklung im diesjährigen Index ist vor allem auf den Konflikt zwischen Bürgern und ihren Regierungen zurückzuführen. Die Staaten müssen nach neuen Wegen suchen, um ohne Rückgriff auf militärische Gewalt Stabilität zu schaffen", erklärte Steve Killelea, Gründer und Vorsitzender des IEP. " Nach einem Jahrzehnt Krieg gegen den Terror ist die Gefahr terroristischer Anschläge in diesem Jahr gestiegen, wodurch die geringen Fortschritte der Vorjahre wieder zunichte gemacht wurden", so Killelea weiter.

Trotz der negativen globalen Tendenzen konnten in einzelnen Bereichen positive Entwicklungen verzeichnet werden - vor allem bei den Militärausgaben und den Beziehungen zwischen Nachbarstaaten.

"Es wächst zunehmend das Bewusstsein, dass es so etwas wie eine 'Friedensdividende' tatsächlich gibt. Wir konnten im Rahmen unserer Untersuchungen acht soziale Einstellungen und Strukturen(2) identifizieren, die zur Schaffung friedfertiger, stabiler and sozial nachhaltiger Gesellschaften erforderlich sind", ergänzte Killelea.

WEITERE WICHTIGE ENTWICKLUNGEN / REGIONALE ERGEBNISSE

Island verzeichnete bei allen acht Strukturen hohe Werte und konnte deshalb im diesjährigen Index die Spitzenposition zurückerobern, nachdem es im vergangenen Jahr wegen der gewalttätigen Demonstrationen infolge der Finanz- und Währungskrise im Ranking abgerutscht war. Hohe Werte im Bereich der Regierungsstrukturen erklären auch, weshalb Japan seinen Platz im Friedensranking behaupten konnte - trotz der verheerenden Auswirkungen des Erdbebens und Tsunamis in diesem Jahr.

Island ist somit die weltweit friedfertigste Nation, gefolgt von Neuseeland, Japan, Dänemark und der Tschechischen Republik. Der Irak (152) konnte erstmals seit Erscheinen des Friedensranking die Schlusslaterne abgeben.

Das subsaharische Afrika ist weiterhin die am wenigsten friedfertige Region: Hier befinden sich 40% der am wenigsten friedlichen Staaten, darunter Sudan (151) und Somalia (153) am unteren Ende des Friedensindex.

Westeuropa ist auch im fünften Jahr in Folge die friedlichste Region und stellt das größte Kontingent an Staaten in den Top 20 des Friedensrankings. Vier nordeuropäische Staaten befinden sich unter den Top Ten. Schweden jedoch verlor an Boden und fiel aufgrund seiner Rüstungsindustrie und seines Exportvolumens bei konventionellen Waffen auf Platz 13 zurück. Der Beitritt in die Europäische Union zeigte positive Auswirkungen auf Staaten aus Mittel- und Osteuropa: Die Tschechische Republik (5) kam erstmals unter die Top Ten, und Slowenien konnte sich auf den 10. Platz verbessern.

Nordamerika verzeichnete eine leichte Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr. Kanada (8) machte im diesjährigen Ranking 6 Plätze gut, während sich die USA (82) trotz einer gleichbleibenden Gesamtpunktzahl vom 85. auf den 82. Platz verbessern konnten.

HINWEIS FÜR REDAKTEURE

Die GPI-Ergebnisse und die entsprechenden Karten und Diagramme finden Sie unter www.visionofhumanity.org.

Über das Institute for Economics and Peace

Das Institute for Economics and Peace (IEP) ist ein internationales Forschungsinstitut, das zu einem besseren Verständnis der Wechselbeziehungen zwischen Wirtschaft und Frieden beitragen will und dabei vor allem die wirtschaftlichen Vorteile des Friedens in den Mittelpunkt stellt.

Zu den wichtigsten Forschungsarbeiten des Instituts zählt der Global Peace Index, der weltweit als das wichtigste Instrument zur Bemessung der Friedfertigkeit von Staaten anerkannt wird. Das Institut erstellt auch länderspezifische Studien, darunter den 2011 veröffentlichten United States Peace Index.

Das IEP ist eine unabhängige, überparteiliche gemeinnützige Organisation mit Geschäftsstellen in Sydney und New York. Das IEP unterhält Partnerschaften mit einer Vielzahl international renommierter Einrichtungen, darunter das Aspen Institute, die Economist Intelligence Unit, das Earth Institute an der Columbia University, der Club de Madrid, die Monash University und das Center for Strategic and International Studies (CSIS). Zudem arbeitet das Institut mit multinationalen Organisationen wie z.B. der Weltbank, der OECD und den Vereinten Nationen zusammen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.EconomicsandPeace.org.

(1) In 29 Staaten (insbesondere in Afrika, Nahost und Europa) kam es zu einem Anstieg der Terrorbedrohung, was in diesem Jahr den wichtigsten negativen Einflussfaktor auf den Global Peace Index darstellte. In 33 Staaten stieg die Wahrscheinlichkeit gewalttätiger Demonstrationen.

(2) Die 8 Strukturen sind: gut funktionierende Regierung/Verwaltung; positive wirtschaftliche Rahmenbedingungen; gerechte Ressourcenverteilung; Achtung der Rechte anderer Personen; gute nachbarschaftliche Beziehungen; freier Informationsfluss; hoher Bildungsgrad; begrenztes Ausmaß an Korruption.

(3) 2% des weltweiten BIP = 1.124 Mrd. Dollar; Stern Review: The Economics of Climate Change, World Bank (Kurzfassung) URL: http://siteresources.worldbank.org/INTINDONESIA/Resources/226271-1170911056314/3428109-1174614780539/ SternReviewEng.pdf

(4) Kosten der Millennium-Entwicklungsziele = 60 Mrd. Dollar; World Bank (2002): The Costs of Attaining the Millennium Development Goals: http://www.worldbank.org/html/extdr/mdgassessment.pdf

(5) Staatsverschuldung in Griechenland, Portugal und Irland = 700 Mrd. Dollar; Eurostat, euroindicators (26. April 2011) URL: http://epp.eurostat.ec.europa.eu/cache/ITY_PUBLIC/2-26042 011-AP/EN/2-26042011-AP-EN.PDF

(6) Wiederaufbaukosten in Höhe von 235 Mrd. Dollar; Weltbank (21. März 2011) URL: http://siteresources.worldbank.org/INTEAPHALFYEARLYUPDATE/Resources/550192-1300567391916/EAP_Update_M arch2011_japan.pdf

Um das zu dieser Pressemitteilung gehörige Video zu sehen, klicken Sie bitte auf den folgenden Link: http://www.youtube.com/watch?v=zZTpBDoDO0Y

Um das GPI-Diskussionspapier 2011 einzusehen, besuchen Sie bitte den folgenden Link: http://m edia3.marketwire.com/docs/2011GPIDiscussionPaper.pdf

Um das Datenblatt für 2011 einzusehen, besuchen Sie bitte den folgenden Link: http://media3.mar ketwire.com/docs/2011FactSheet.pdf

Um die farbige GPI-Weltkarte 2011 einzusehen, besuchen Sie bitte den folgenden Link: http://media3. marketwire.com/docs/2011GPIColourMap.pdf

Um die Liste mit Unterstützern von GPI 2011 einzusehen, besuchen Sie bitte den folgenden Link: http://media3. marketwire.com/docs/2011GPIEndorsers.pdf

Um den GPI-Ergebnisbericht 2011 einzusehen, besuchen Sie bitte den folgenden Link: http://media3.marketwire.com/docs/2011GPIResultsReport2.pdf

Um diese Pressemitteilung in spanischer Sprache einzusehen, besuchen Sie bitte den folgenden Link: http://media3.marketwire.com/docs/GPISpanish.pdf

Um diese Pressemitteilung in portugiesischer Sprache einzusehen, besuchen Sie bitte den folgenden Link: http://media3.marketwire.com/docs/GPIPortuguese.pdf

Um diese Pressemitteilung in französischer Sprache einzusehen, besuchen Sie bitte den folgenden Link: http://media3.marketwire.com/docs/GPIFrench.pdf

Um diese Pressemitteilung in chinesischer Sprache (traditionell) einzusehen, besuchen Sie bitte den folgenden Link: http://media3.marketwire.com/docs/GPITraditionalChinese.pdf

Um diese Pressemitteilung in chinesischer Sprache (vereinfacht) einzusehen, besuchen Sie bitte den folgenden Link: http://media3.marketwire.com/docs/GPISimplifiedChinese.pdf

Um diese Pressemitteilung in koreanischer Sprache einzusehen, besuchen Sie bitte den folgenden Link: http://media3.marketwire.com/docs/GPIKorean.pdf

Um diese Pressemitteilung in japanischer Sprache einzusehen, besuchen Sie bitte den folgenden Link: http://media3.marketwire.com/docs/GPIJapanese.pdf

Um diese Pressemitteilung in arabischer Sprache einzusehen, besuchen Sie bitte den folgenden Link: http://media3.marketwire.com/docs/GPIArabic.pdf

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