SOURCE: International Diabetes Federation (IDF) and 20th World Diabetes Congress

October 22, 2009 11:15 ET

International Diabetes Federation veröffentlicht wichtige neue Richtlinien, um die Behandlung von Diabetes weltweit zu verbessern

Richtlinien beziehen sich auf Schwangerschaft, Selbstkontrolle des Blutzuckers und orale Gesundheit

MONTREAL--(Marketwire - October 22, 2009) - Die International Diabetes Federation (IDF) führte heute auf ihrem 20. World Diabetes Congress in Montreal drei Diabetes-Richtlinien bezüglich der Selbstkontrolle des Blutzuckers, der Schwangerschaft und der oralen Gesundheit ein.

Die Richtlinien sind das Werk der IDF Task Force on Clinical Guidelines (IDF Projektgruppe für Klinische Richtlinien), die sich darauf konzentriert, das weltweite Bedürfnis an aktuellen evidenz-basierten Informationen und Schulungen für Gesundheitsdienstleister nachzukommen. Dies ist ganz besonders wichtig, da der IDF Diabetes Atlas zeigt, dass weltweit mittlerweile alarmierende über 285 Millionen Menschen Diabetiker sind. Die IDF prophezeit, dass diese Zahl innerhalb der nächsten 20 Jahre auf 435 Millionen ansteigen wird. Heilberufler müssen mit den neusten Verbesserungen und Standards in der Diabetesbehandlung ausgestattet werden, um diese lawinenartige Epidemie zu bekämpfen.

Die IDF „Global Guideline on Pregnancy and Diabetes" (weltweite Richtlinie zur Schwangerschaft und Diabetes) zielt darauf ab, einen globalen Maßstab zur Behandlung von Gestationsdiabetes und für Frauen, die an Diabetes erkrankt sind und schwanger werden, zu setzen. Gestationsdiabetes ist häufig und wie Fettsucht und Typ-2 Diabetes auch, nimmt er weltweit an Häufigkeit zu. Das Risiko, an Diabetes zu erkranken, ist nach einer Schwangerschaft mit Diabetes sehr hoch.(1)

„Dies ist die erste International Diabetes Federation Guideline, die die Schwangerschaft betrifft. Es ist ein ernstzunehmendes Problem, mit dem sich die IDF befasst, weil die Zahl der davon betroffenen Frauen weltweit wächst," sagte Dr. Stephen Colagiuri, Vorsitzender der „IDF Task Force on Clinical Guidelines".

IDF veröffentlichte auch neue Richtlinien zur Selbstkontrolle des Blutzuckers in nicht mit Insulin behandelter Diabetes Typ 2 und zur oralen Gesundheit von Diabetikern.

„Diese beiden Richtlinien decken wichtige aber häufig vernachlässigte Gebiete der Diabetesbehandlung ab," sagte Dr. Colaguiri.

Die IDF "Oral Health for People with Diabetes Guideline" (Richtlinie zur oralen Gesundheit für Diabetiker) empfiehlt , den Schwerpunkt auf klinische Pflege für Diabetiker zu legen und dadurch nicht nur Diabetiker sondern auch die Fachleute aus dem oralen Gesundheitsbereich, zu integrieren. Eine schlechte orale Gesundheit kann das Leben von Diabetikern negativ beeinträchtigen, und daher müssen sie darüber aufgeklärt werden, wie sie nicht nur den Diabetes sondern auch ihre orale Gesundheit kontrollieren müssen. Die Richtlinien werden Teil der bereits vorhandenen Liste mit IDF Clinical Guidelines, die die eigentlichen Bedürfnisse in der Diabetes-Behandlung adressieren.

Die IDF-Richtlinien zur Selbstkontrolle des Blutzuckers bei Diabetes Typ-2, die nicht mit Insulin behandelt wird, liefert Empfehlungen für Diabetiker sind und ihre Heilberufler. Diabetes Typ-2 ist verantwortlich für 85-95% aller Diabetes-Erkrankungen(2) und diese Richtlinie empfiehlt, dass SMBG als fortlaufender Teil der Ausbildung zur Selbstbehandlung der Diabetes fungieren sollte. Eine weitere wichtige Empfehlung ist es, dass SBMG Protokolle (Intensität und Häufigkeit) individualisiert werden sollten, um die spezifischen erzieherischen/Verhaltens-/klinischen Bedürfnisse des Einzelnen (um akute Hyper- und Hoypoglykämie zu identifizieren/verhindern und handzuhaben) und die Voraussetzungen für Daten über Glykämiemuster zu liefern und den Einfluss der Therapieentscheidung der Heilberufler zu überwachen.(3)

„Diese Richtlinien sind erst ein Anfang. Darüberhinaus koordiniert IDF weltweite Workshops, um sicherzustellen, dass die Behandlung für alle Diabetiker verbessert wird - ganz gleich wie hoch ihr Einkommen auch sein mag oder in welchem Teil der Welt sie leben mögen", sagte Dr Colagiuri. „Ziel der IDF ist die weltweite Förderung der Diabetes-Behandlung, ihre Prävention und ein Heilmittel zu finden. Durch das Aufstellen weltweiter Diabetes-Richtlinien, setzen wir uns unermüdlich dafür ein, diese Mission zu erfüllen und das Leben der Diabetiker zu verbessern."

Sie können die IDF Guidelines auf http://www.idf.org/clinical-practice-guidelines herunterladen.

Anmerkung an die Redaktion:

Die International Diabetes Federation (IDF) ist ein Dachverband mit über 200 Mitgliedsvereinigungen in über 160 Ländern, die sich für mehr als 285 Millionen Diabetiker, ihren Familien und ihren Gesundheitsversorgern einsetzen. Ziel ihrer Mission ist es, die Behandlung, Prävention und weltweite Heilung von Diabetes voranzutreiben. Zu ihren Hauptaktivitäten zählt die Aufklärung und Schulung von Diabetikern und Heilberuflern, öffentliche Sensibilisierungskampagnen und die Förderung und der Austausch von Informationen. Die International Diabetes Federation (IDF) ist eine nichtstaatliche Organisation, die in offiziellen Beziehungen zur Weltgesundheitsorganisation steht, und gleichzeitig mit dem United Nations Department of Public Information verbunden ist. Zusätzliche Informationen erhalten Sie unter: www.idf.org

(1) IDF Diabetes Atlas, 4. Ausgabe, International Diabetes Federation, 2009. www.diabetesatlas.org

(2) IDF Diabetes Atlas, 4. Ausgabe, International Diabetes Federation, 2009.

(3) IDF Guidelines on Self-Monitoring of Blood Glucose in Non-Insulin Treated Type 2 Diabetes, International Diabetes Federation, 2009.

Contact Information

  • Pressekontakt:
    Kerrita McClaughlyn
    Media Relations Manager
    International Diabetes Federation
    Handy: +32 487-530-625
    IDF Press Room (Montreal): +1 514-789-3407 und +1 514-789-3409
    E-Mail: media@idf.org