SOURCE: International Diabetes Federation (IDF) and 20th World Diabetes Congress

October 19, 2009 12:07 ET

International Diabetes Federation wählt neues Führungsteam, um den Kampf gegen die globale Diabetesepidemie fortzuführen

MONTREAL, QUEBEC--(Marketwire - October 19, 2009) - Die International Diabetes Federation ist stolz darauf, zum Abschluss des 20. IDF World Diabetes Congress am 22. Oktober Professor Jean Claude Mbanya aus Kamerun als seinen neuen Präsidenten willkommen zu heißen. Er wird den Verband über die nächsten 3 Jahre hinweg anführen. Die IDF freut sich sehr, bekannt zu geben, dass Sir Michael Hirst aus Großbritannien heute vom IDF General Council, das sich aus mehr als 200 Mitgliedsverbänden der IDF aus über 160 Ländern zusammensetzt, zum President-Elect gewählt wurde. Sir Michael wird 2012 das Amt von Präsident Mbanya übernehmen.

Jean Claude Mbanya ist Professor für Endokrinologie an der Universität von Yaounde, Kamerun, und Leiter der Abteilung für Endokrinologie und Stoffwechselkrankheiten am Hospital Central in Yaounde. Er spielte bei der von der IDF angeführten Kampagne "Unite for Diabetes", die im Dezember 2006 zur Durchsetzung der UN-Resolution zum Diabetestag führte, eine zentrale Rolle. Heute leitet er die strategische Ausrichtung der IDF, um Regierungen anzuregen, Maßnahmen zur Behandlung, Pflege und Prävention von Diabetes zu ergreifen.

Die Forschungsarbeit von Professor Mbanya konzentriert sich auf kulturelle Faktoren im Zusammenhang mit Diabetes, die in den von ihm untersuchten afrikanischen Ländern und Gemeinden häufig einzigartig sind. Seine praktischen Erfahrungen und seine Forschungsarbeit haben stark zum weltweiten öffentlichen Bewusstsein über Diabetes in Afrika beitragen. Auf diesem Kontinent finden nichtansteckende Krankheiten wie Diabetes häufig kaum Beachtung.

Er übernimmt die Führung zu einem Zeitpunkt, an dem Diabetes und andere nichtübertragbare Krankheiten einen schweren Tribut fordern, wobei ein Großteil der Belastung auf Schwellenländer entfällt. Diabetes, Herz-Gefäß-Erkrankungen, Krebs und chronische Atemwegserkrankungen sind für 60 % aller Todesfälle weltweit verantwortlich. Vier Fünftel dieser Todesfälle treten in Ländern mit niedrigem bis mittlerem Einkommen auf. Diabetes stellt einen erheblichen Anteil der Belastung durch nichtübertragbare Krankheiten dar. Derzeit leben weltweit mehr als 250 Millionen Menschen mit Diabetes.

"Die Herausforderung, vor der wir stehen, besteht darin, allen Menschen, die mit Diabetes leben müssen, Zugang zu geeigneter Pflege zu vermitteln. Ich hoffe, dass wir in meiner Zeit als Präsident des Verbands eine Zunahme der globalen Ausgaben für das Gesundheitswesen und eine bedeutende Verlagerung der Finanzierung hin zu Diabetes und nichtübertragbaren Krankheiten verzeichnen werden. Mir müssen gemeinsam vorgehen, um sicherzustellen, dass geografische und historische Unfälle nicht bestimmen, wer lebt und wer stirbt", so Professor Mbanya.

Sir Michael Hirst ist seit 2006 Vice-President der IDF und Mitvorsitzender des IDF TIDES-Programms, das auf Diabetespflege in Notfallsituationen eingeht. Sein Interesse an Diabetes erwachte vor mehr als zwanzig Jahren, als bei seinem jüngsten Kind in einem sehr jungen Alter Typ-1-Diabetes festgestellt wurde.

Sir Michael, damals Mitglied des britischen Parlaments, setzte sich im Parlament für die Interessen von Diabetikern ein und wurde daraufhin in das Kuratorium der British Diabetic Association (jetzt: Diabetes UK) gewählt. Über einen Zeitraum von 17 Jahren hinweg war er dort als Beauftragter in unterschiedlichen Rollen aktiv, zuletzt von 2001 bis 2006 als der erste nichtmedizinische Vorsitzende des Kuratoriums.

Als Vorsitzender beaufsichtigte er bedeutende Veränderungen der Aktivitäten und der Führungsstruktur von Diabetes UK, der europaweit größten Organisation für Diabetiker.

Sir Michael Hirst hat einen Juraabschluss der Universität Glasgow und war Austauschstudent an der Universität von Island. Später bildete er sich als Wirtschaftprüfer fort und wurde Partner bei der internationalen Wirtschaftsprüfungsfirma KPMG, bevor er Mitglied des britischen Parlaments wurde. Bis 1997 bekleidete Sir Michael zahlreiche politische Führungspositionen und wurde 1992 für seine politischen Dienste und seine Dienste für die Öffentlichkeit zum Ritter geschlagen. Er war außerdem Mitglied der Aufsichtsräte zahlreicher führender Wohlfahrtsorganisationen und öffentlicher Einrichtungen und ist derzeit Aufsichtsrat bei zwei britischen Unternehmen.

"Ich bin von der Ehre, die mir die Mitgliedsorganisationen der IDF zuteil kommen lassen, zutiefst gerührt. Ich freue mich auf die Gelegenheit, die Arbeit der Federation fortzusetzen. Ich werde meine Lehrzeit unter einem inspirierenden Anführer absolvieren und hoffe, über die nächsten drei Jahre hinweg viel hinzuzulernen. Es gibt noch sehr viel, das für Diabetiker getan werden muss, und es werden gemeinsame globale Anstrengungen erforderlich sein, um ihr Leben zu verbessern. Es wird eine Herausforderung sein, auf die ich mich freue. Mein Ruhestand ist erst einmal abgesagt", erklärte Hirst.

Redaktioneller Hinweis:

Die International Diabetes Federation (IDF) ist eine Dachorganisation von über 200 Mitgliedsvereinigungen in über 160 Ländern und vertritt mehr als 250 Millionen Menschen mit Diabetes, ihre Familien und ihre Gesundheitsversorger. Ihre Aufgabe liegt in der weltweiten Förderung der Betreuung, Vorsorge und Heilung von Diabetes. Zu den Hauptaufgaben der IDF gehören die Schulung von Diabetikern und Gesundheitsbetreuern, die Durchführung bewusstseinsbildender Öffentlichkeitskampagnen und die Förderung und der Austausch von Informationen. Die IDF ist eine nichtstaatliche Organisation, die offizielle Beziehungen zur Weltgesundheitsbehörde WHO unterhält und mit der UN-Hauptabteilung Presse und Information (Department of Public Information) assoziiert ist. Die International Diabetes Federation veranstaltet alle zwei Jahre den World Diabetes Congress. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.idf.org.

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